Dieser Ehrenkodex ist Ausdruck des Vereinszwecks des Österreichischen Fachverbands für Historisches Fechten, neben der Rekonstruktion und der Übung Historischen Fechtens, auch Pflege und Verbreitung historischen europäischen Fechtens in der Gesellschaft, Herstellung freundschaftlicher Beziehungen zwischen allen Historischen Fechter*innen und eine Vereinheitlichung von Trainings- und Sicherheitsstandards zu leisten. Er richtet sich an alle Funktionär*innen, die in einem ÖFHF-Verein tätig sind.

Ich, ___________________________________________________ verspreche

  • meine Aufgaben als Funktionär nach bestem Wissen und Gewissen zu erledigen.
  • meinen Mitfechter*innen in allen Kontexten mit Respekt zu begegnen und die Würde aller Menschen zu respektieren, unabhängig von Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung, sozialer, ethnischer und kultureller Herkunft oä..
  • gegen Diskriminierung jeglicher Art aufzutreten und alle mir anvertrauten Fechterinnen und Fechter fair zu behandeln; Ich verpflichte mich, Menschen vor Diskriminierung, wie Homophobie, Rassismus und Sexismus zu schützen;
  • Historisches Fechten als einen Ort der Begegnung, der Inklusion und Integration zu fördern;
  • jegliche Form (Worte, Gesten, Handlungen) körperlicher, psychischer (ausgenommen im Rahmen des einvernehmlichen Kamfsporttrainings) und sexueller Gewalt oder sexueller Übergriffe in aller Klarheit abzulehnen und dagegen vorzugehen;
  • die persönlichen Grenzen der mir anvertrauten Personen zu achten und ihre Privatsphäre zu respektieren und mich entsprechend zu verhalten;
  • bei beobachteten Grenzüberschreitungen einzugreifen;
  • mich bei Konflikten um offene, gerechte und humane Lösungen zu bemühen und mir gegebenenfalls externe Unterstützung zu holen;
  • das Fair Play als wichtige Handlungsmaxime des Sports zu vermitteln und aktiv zu vertreten, insbesondere das Ablehnen jeglicher Leistungsmanipulation (z.B. Betrug, Doping, Substanzmissbrauch, Wettbetrug);
  • anzuerkennen, dass das Interesse der Fechterinnen und Fechter, ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden, sowie ihre Einordnung der Wichtigkeit von HEMA über den Interessen und den Erfolgszielen anderer stehen;
  • die Gesundheit und Sicherheit aller im Rahmen der Vereinstätigkeit in den Vordergrund zu stellen und auf das Wohlbefinden aller Rücksicht zu nehmen;
  • Interessenkonflikte zu vermeiden und Position(en) oder Funktion(en) in keinerlei Weise für private oder persönliche Vorteile auszunutzen. Im Falle eines nicht vermeidbaren Interessenkonflikts informiere ich die beteiligten Personen bzw. Gremien und lege die Sachverhalte offen;
  • verantwortungsbewusst mit Einladungen, Geschenken und Honoraren sowie der Vergabe von Aufträgen umzugehen. Gegebenenfalls lege ich meinem Verein und zuständigen Gremien diese Sachverhalte offen;
  • einen demokratischen, geschlechtergerechten und partizipativen Führungsstil zu pflegen. Ein solcher Führungsstil zeigt sich insbesondere im Hinblick auf:
    • die Vorbereitung und faire Durchführung von Wahlen,
    • die interne Regelung der Gremienarbeit,
    • das wertschätzende Miteinander aller Funktionär*innen, Mitarbeiter*innen und Vereinsmitglieder,
    • die Transparenz und Offenheit der von mir verwalteten Strukturen für Fechter*innen und Vereinsmitglieder,
    • die Unterstützung der Eigenverantwortlichkeit und der Selbstständigkeit der Fechterinnen und Fechter,
    • ausreichende Mitbestimmungsmöglichkeiten;
  • ein möglichst respektvolles Verhalten (persönlich und in meiner Funktion) in und mit der Natur, im Interesse unserer eigenen und der nachfolgenden Generationen;
  • darüber hinaus nach meinen Möglichkeiten Fechterinnen und Fechter zu sozialem Verhalten in der Gemeinschaft und zu nötigem Respekt gegenüber anderen sowie zum verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur und der Mitwelt anzuleiten;
  • in meiner Vorbildwirkung alles zu unterlassen, wodurch das Ansehen des Historischen Fechtens in Österreich Schaden erleiden könnte;
  • insbesondere in der Jugendarbeit bemühe ich mich um den höchstmöglichen Standard. UA beachte ich
    • meine pädagogische Verantwortung,
    • die Interessen der Erziehungsberechtigten bei Minderjährigen,
    • die Notwendigkeit, die Eigenverantwortlichkeit und die Selbstständigkeit der Fechter*innen zu unterstützen, auch im Hinblick auf deren späteres Leben;
  • meinen Verband/Verein darüber zu informieren, wenn ein Verfahren gemäß §§ 201–220b StGB anhängig ist.

Bei Überforderung, Unklarheiten oder Konflikten spreche ich mich mit Kolleg*innen ab oder suche professionelle fachliche Hilfe und Unterstützung (zB. Ombudsperson des ÖFHF).

Datum _________________

Unterschrift:_______________________